Filmrezension: “Schneemann” – Lohnt sich der Kinobesuch?

Freibadsaison zu Ende, Kinosaison beginnt! Wir haben für euch den Thriller Schneemann genauer unter die Lupe genommen und verraten euch ob er einen Kinobesuch wert ist.

Beitrag: Jasmina Bartl

Ein fantastischer Cast, eine undefinierbar beunruhigende Winteratmosphäre und eine ganze Menge verlorener Handlungsstränge.

Minis Movies stellt euch heute Schneemann vor – einen sehenswerten skandinavischen Thriller. An den Film wurden schon im Vorhinein hohe Erwartungen gestellt. Die Buchvorlage vom Autor Jo Nesbo war sehr erfolgreich und der Regisseur Thomas Alfredsson hat als Meister seines Faches auch schon gut vorgelegt.

Harry Hole ist der Hauptcharakter, gespielt von Michael Fassbender. Er ist ein legendärer und begabter Kommissar – trotz Alkoholproblem und zerrüttetem Privatleben. Zusammen mit seiner Kollegin verfolgt er die kreativen Morde an jungen Müttern.

Die Morde finden während der ersten Schneefälle des Jahres in Oslo statt. Am Tatort findet man jeweils einen Schneemann. Die Spuren führen in unterschiedliche Richtungen.

Mit dem renommierten Cast war die hervorragende Schauspielleistung schon vorhersehbar. Michael Fassbender scheint für die Rolle zwar etwas zu seriös, aber genau wie bei seiner Filmkollegin Rebecca Ferguson ist an seiner Schauspielleistung so gut wie nichts auszusetzen. Besonders überzeugend sind allerdings JK Simmons, bekannt aus Whiplash und Charlotte Gainsbourg, bekannt aus Nymphomaniac, in ihren Rollen als Nebencharaktere.

Die schauspielerische Leistung der Darsteller ist aber leider das einzige, was die Charaktere ausmacht. Es werden viele Personen eingeführt, wohl um die Anzahl der Verdächtigen zu vergrößern.

Dabei bleibt der wirkliche Ausbau der Charaktere jedoch auf der Strecke. Die Motivation der Figuren ist oft nicht verständlich. Es ist schwer, sich mit den Hauptfiguren zu identifizieren – besonders mit Harry Hole.

Die eisige Atmosphäre des Films entsteht lediglich durch die tollen skandinavischen Panoramakulissen und die allgemeine Bildgestaltung. Als problematisch stellt sich besonders heraus, dass drei von sechs Handlungssträngen ins Leere laufen. Das wirkt für den Zuschauer aber leider nicht wie ein offenes Ende, sondern meiner Meinung nach schlichtweg enttäuschend.

Mein Fazit also: Ein sehenswerter Film mit einem tollen Cast und atmosphärischer Bildgestaltung, bei dem die Spannung jedoch durch die unfertigen Handlungsstränge und Charaktere ein wenig leidet.

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